Freizeit

Schwung mit dem TrackMan

Der TrackMan ist für Golfspieler derzeit die Nummer eins unter den Trainingsgeräten. Es gibt kaum einen Top-Spieler, der nicht auf den TrackMan vertraut. „Mit dem TrackMan betritt man beim Golftraining eine ganz eigene Welt. Er liefert Fakten, die nicht mehr umzudeuten sind“, sagt Klaas-Michel Hoogland, Golflehrer beim Golf Course Bonn-Gut Grossenbusch. Er arbeitet seit einem Jahr mit der „Wunderwaffe“ in der Golfszene – wir haben mit ihm über seine Erfahrungen gesprochen.

Interview: Susanne Rothe

Was ist ein TrackMan?
Der TrackMan ist ein sehr hoch entwickelter Radar – abgeleitet von der Flugabwehr –, der in der Lage ist, genau zu sagen, wie weit ein Golfball beispielsweise fliegt. Für mich ist es die genaueste Schlaganalyse, die es derzeit am Markt gibt. Insgesamt liefert der TrackMan 22 verschiedene Parameter, die beim Golfspiel eine Rolle spielen.

Für wen ist der TrackMan interessant?
Für jeden, der sein Golfspiel verbessern möchte. Auch bei Anfängern ist er ein gutes Hilfsmittel, damit sie lernen, den Ball überhaupt zu treffen.

Setzen Sie den TrackMan bei jeder Unterrichtseinheit ein?
Ich benutze ihn eigentlich immer. Ich habe vorher mit dem Scope-Videosystem gearbeitet, das auf zwei digitalen Hochgeschwindigkeitskameras basiert, die den Golfer gleichzeitig von vorne und von der Seite aufnehmen und dabei 100 gestochen scharfe Bilder pro Sekunde liefern. Der TrackMan ist aber um ein Vielfaches interessanter, weil er knallharte Daten liefert.

TrakManHat der TrackMan das Video in Ihrem Golfunterricht abgelöst?
Nein, ich benutze beides. Dadurch erhalte ich optimale Ergebnisse, die ich analysiere und in neue Übungsschritte für meine Golfschüler umsetze.

Wie reagieren Ihre Schüler auf diese „Wunderwaffe“ im Golfunterricht?
Für den einen oder anderen ist es zunächst einmal ein Schock. Wenn jemand immer davon ausgegangen ist, dass er 240 Meter weit abschlägt und dann plötzlich erfährt, dass es in Wirklichkeit nur 160 Meter waren, dann muss man das erst einmal verdauen. Aber dann sind alle begeistert. Eine Videoaufnahme kann man interpretieren, das geht beim TrackMan nicht, der liefert Zahlen und Fakten und zeichnet viel mehr auf, als das Video liefern kann.

Warum benutzen Sie dann überhaupt noch Videoaufnahmen?
Videos sind wichtig, sie zeigen den Schülern, wie ihr Golfschwung aussieht. Grundlegende Bewegungsfehler können dank ihnen ermittelt werden. Parallel dazu läuft bei mir der TrackMan, der dann genaue Schlagflächen-, Schlägerweg- und Eintreffwinkeldaten usw. abliefert. So erhalte ich beste Trainingsergebnisse und die Golfschüler bekommen sehr schnell ein Feedback, an dem nicht zu rütteln ist. Die Daten werden außerdem gespeichert, so dass man bei plötzlichen Problemen immer wieder darauf zurückgreifen, Vergleiche ziehen und Veränderungen sehen kann.

Was bedeutet der TrackMan für Sie als Golflehrer?
Er ist eine große Erleichterung, weil man nicht mehr lange nach Fehlerquellen suchen muss, sondern sie direkt geliefert bekommt. Und es ist natürlich toll, wenn man seinen Schülern den Erfolg einer Unterrichtsstunde schwarz auf weiß mitgeben kann. Ein großer Vorteil ist auch, dass man nicht immer den ganzen Golfschwung umstellen muss, um das Spiel zu verbessern. Die gezielte Analyse durch den TrackMan macht es möglich, nur Details zu verändern.
pga golf logoKlaas-Michel Hoogland ist seit 25 Jahren als „pga fully qualified golfprofessional“ tätig. Seine Laufbahn begann 1988 im niederländischen „golfclub de gelpenberg“. Fünf Jahre später zog er nach Deutschland: Er arbeitete auf Gut Düneburg, „Burg Zievel“ und anschließend im Golfclub „Kürten“. Dort trainierte er eine Jugendmannschaft, die es bis in die Regionalliga schaffte. 2005 erhielt Hoogland den Titel „best handicap improver“ in Deutschland. Mit diesem Preis werden Trainer-Schüler-Teams ausgezeichnet, die besonders erfolgreich das Handicap verbessern. Seit drei Jahren arbeitet Klaas-Michel Hoogland ganzjährig auf dem Golf Course Bonn. Neben dem Unterricht unterstützt er auch in allen Fragen rund um das individuelle Schläger-Fitting.

 

 

Fotos: P. M. J. Rothe, Ralf Berndt Fotografie, pga

    

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