Ein Kiwi-Vogel auf rundem Grund. Spätestens jetzt wird Ihnen das Logo auffallen, versprochen! Denn die Jungs von REDNIB verpassen dem regionalen Straßenbild einen modischen Anstrich. Was genau hinter der Marke steckt und wie sie als Start-up-Unternehmen in Bonn Fuß gefasst haben, erzählen uns Sebastian und Tobias Binder in einem Interview.

Wie kamt ihr eigentlich auf die Idee, Mode zu machen?
Die Idee kam uns vor gut acht Jahren. Wir wollten schon immer eine eigene Marke erschaffen, denn wir meinen, mit Mode kann man seine Persönlichkeit und den damit verbundenen Lifestyle sehr gut ausdrücken. Genau das ist es, was REDNIB ausmacht: Wir machen Mode für Menschen, die Spaß am Leben haben und ihr Leben genießen.

In unserer Region gibt es doch gar keine Kiwi-Vögel. Wie kamt ihr denn zu diesem exotischen Logo?
Der Name REDNIB stand von Anfang an. Jedoch wollten wir, dass ein Tier Bestandteil unseres Logos wird. DaREDNIB aus dem Englischen übersetzt unter anderem „roter (RED) Schnabel (NIB)“ heißt, suchten wir nach Tieren mit ausgeprägtem Schnabel. Dabei sind wir auf den Kiwi-Vogel gestoßen. Gemeinsam mit unserem Grafiker haben wir dann einen dynamischen und selbstbewussten Kiwi-Vogel entworfen. Denn wir glauben, dass der Kiwi-Vogel weit mehr Talente hat, als nur am Boden herumzupicken.

Ihr arbeitet mit Siebdruckverfahren und wasserbasierenden Textilfarben. Hört sich öko an. Seid ihr das auch?
Wir würden uns nicht als „öko“ bezeichnen, legen aber sehr viel Wert auf Qualität und Individualismus. Unsere hohen Ansprüche führen dazu, dass viele Teile unserer Kollektion aus 100 Prozent Bio-Baumwolle bestehen und fair gehandelt sind. Das Siebdruckverfahren ermöglicht uns, kreativ und experimentell zu sein. Und keine Sorge: Die Textilfarben basieren auf Wasser, so dass keine gesundheitlichen Gefahren bestehen.

Sebastian und Tobias Binder von rednib
Bedeutet das, eure „handmade prints“ sind auch tatsächlich handgemacht?
Wir bedrucken Tanktops, T-Shirts und Hoodies selbst – mit viel Zeitaufwand und Liebe. Beanies und Caps werden maschinell bestickt. Der Cup ist maschinell bedruckt.

Hoodies, Tanktops und T-Shirts: Eure Mode ist sportlich. Was unterscheidet eure Produkte von anderen Sportmarken?
Wir verstehen uns nicht als reine Sportmarke. Unsere Zielgruppe sind lebensfrohe und positiv eingestellte Menschen, die ihr Leben aktiv gestalten und Individualität schätzen. Natürlich sind die meisten unserer Kunden aus unserer Generation. Doch auch ältere Menschen haben schon an REDNIB Gefallen gefunden. Mag daran liegen, dass wir unsere Produkte sorgfältig auswählen, damit Qualität sichern und versuchen, immer authentisch zu bleiben. Nicht umsonst entschieden wir uns dafür, unseren Familiennamen Binder in den Markennamen zu integrieren (REDNIB rückwärts).

REDNIB ist euer erstes Unternehmen. Welchen Schwierigkeiten müsst ihr euch stellen?
Da wir derzeit unsere Mode nur über einen Online-Shop vertreiben, mussten wir uns mit technischen und rechtlichen Angelegenheiten auseinandersetzen und vertraut machen. Auch haben wir schon die Erfahrung gemacht, dass Dinge, die zunächst als selbstverständlich erachtet werden, ungeahnt viel Zeit und Nerven brauchen. Hingegen andere Dinge, die auf den ersten Blick problematisch scheinen, lösen sich nahezu von alleine.

Habt ihr Tipps für andere Start-up-Unternehmen?
Niemals von Rückschlägen herunterziehen lassen und immer an seine Vision glauben! Dieser Glaube und ein langer Atem sind Attribute, die jeder Unternehmer mit sich bringen sollte. Auch ein guter Anwalt und Steuerberater helfen enorm, denn bei der Unternehmensgründung sind viele unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen und gerade die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen müssen stimmen, um langfristig ein intaktes Unternehmen aufbauen zu können.

Konzentriert ihr euch ausschließlich auf das Online-Geschäft oder ist auch ein „Vor-Ort-Verkauf“ geplant?
Unser Fokus liegt in erster Linie auf dem Verkauf unserer Produkte über den Online-Shop www.rednib-clothing.de. Jedoch haben wir für den Sommer verschiedene Events und Veranstaltungen mit Sponsoring geplant, unter anderem werden wir beim „Green Juice Festival“ als Sponsor mit einem Verkaufsstand dabei sein.

Wo seht ihr REDNIB in fünf Jahren?
Wir hoffen, dass REDNIB in fünf Jahren ein gesundes und expandierendes Unternehmen ist und dass wir immer noch Spaß bei der Arbeit haben. Ein weiterer Traum von uns ist es, auch international mit „REDNIB“ den Durchbruch zu schaffen.

Hinter dem Label REDNIB stehen die Brüder Sebastian und Tobias Binder. Die passionierten Wahlbonner sind zwar in Hamburg geboren, leben aber seit ihrer Kindheit im Rheinland. Mit dem Label haben sie sich einen langgehegten Wunsch erfüllt.