Er ist einer der renommiertesten Porträtfotografen Deutschlands. In den fotografischen Geschichtsbüchern steht er bereits heute als der Kanzlerfotograf. Konrad Rufus Müller hat von Adenauer bis Merkel alle Bundeskanzler porträtiert. Die Bilder hängen im Bundeskanzleramt in Berlin und im Haus der Geschichte in Bonn. Müller selbst identifiziert sich mittlerweile mit ganz anderen Fotografien, wie mit denen aus seinem jüngsten Buch „Unfassbare Wunder“ – es zeigt Überlebende des Holocaust, die er in Deutschland, Österreich und Israel besuchte. Wir haben mit Konrad Rufus Müller einen Nachmittag in seinem Garten verbracht und dabei unter anderem einen Blick in das Buch geworfen.
Konrad Rufus Müller

Konrad Rufus Müller Fotograf der deutschen Kanzler, der Mächtigen der Politik, der außergewöhnlichen Menschen und starken Persönlichkeiten

Wir sind mit Konrad Rufus Müller für 16 Uhr in seinem Bungalow in Königswinter verabredet. „Möchten Sie Kaffee oder Tee zum Kuchen?“, hatte er schon im Vorfeld abgefragt. Tee bitte. Bevor wir klingeln können, geht die Türe auf und da steht der Mann, der unter anderem Putin, Mitterrand, Clinton und Kohl persönlich kennt; der bei dem Attentat auf Anwar el-Sadat nur durch einen Zufall nicht in der ersten Reihe saß und der Päpste und Weltstars fotografierte. Vorbei an wandhohen Bücherregalen und Wänden mit Fotos und Zeichnungen von Müller betreten wir die Terrasse. Es gibt den verabredeten Tee und dazu selbst gebackenen Apfelkuchen. Das Aufnahmegerät stecken wir schnell wieder ein, das Interview wird später geführt – „nach dem Tee“, bittet der Hausherr. Es wird ein entspannter Nachmittag mit einem Mann, der viel erlebt und noch mehr zu erzählen hat. Der gebürtige Berliner lebt schon seit vielen Jahren im Rheinland, aber richtig warm wird er mit den Rheinländern bis heute nicht. Am wohlsten fühle er sich, gesteht er, hoch oben in einer Berghütte mit der Ruhe, Weite und dem Blick von oben – und mit der Zeit für neue Ideen, die er mit seiner Kamera zeichnet. In Schwarzweiß, mit einer alten Rolleiflex und ohne künstliches Licht.

Herr Müller, im Januar ist Ihr neues und gleichzeitig 25. Buch „Unfassbare Wunder“ erschienen, in dem Sie Holocaust-Überlebende porträtieren. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein solches Buch zu machen?
Um die Frage zu beantworten, muss ich etwas aus meinem Leben erzählen. Neben meiner Tätigkeit als sogenannter Kanzlerfotograf – was eigentlich ein unerträglicher Titel ist –, hat mich schon immer jüdische Geschichte interessiert. Ich wurde 1940 in Berlin geboren, komme aus einem katholischen Elternhaus, meine Eltern hatten aber sehr, sehr viele jüdische Freunde. Mein Vater schenkte mir 1948 das Buch „Der SS-Staat“. Dieses Buch hatte ein ehemaliger KZ-Insasse verfasst, der sechs Jahre lang in verschiedenen Lagern gewesen war und immer kleine Zettel herausgeschmuggelt hatte, auf denen er das, was diese Verbrecher alles getan hatten, notiert hatte. In einem Alter, in dem man normalerweise ein Kinderbuch geschenkt bekommt, erhielt ich also dieses Buch. Es prägte mein ganzes Leben. Vor einem Jahr las ich dann zufällig in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel von Alexandra Föderl-Schmid, in dem sie eine Holocaust-Überlebende porträtiert hatte. Ich schrieb ihr, ich würde gerne mit ihr zusammen ein Buch machen. So ist es entstanden.

Wie ging es dann weiter?
Wir überlegten zunächst, aus welchen Ländern wir Menschen porträtieren wollten. Die Überlebenden des Holocaust sind ja auf der ganzen Welt zerstreut. Wir haben uns für Menschen entschieden, die in Deutschland und Österreich sowie in Israel leben. Zwischen August und Oktober 2018 haben wir die Interviews geführt und fotografiert. Der älteste Überlebende ist 105 Jahre alt und lebt in Salzburg, eine Frau ist mit 77 Jahren die jüngste, sie lebt in München. Sie kam 1944 mit zwei Jahren mit ihrer schwangeren Mutter ins Konzentrationslager (KZ) nach Auschwitz.

Wie sehr hat diese Arbeit Sie persönlich bewegt?
Diese Begegnungen werde ich nie vergessen. Nehmen Sie nur dieses zweijährige Kind. Am ersten Tag in Auschwitz prägte man in ihren Kinderarm die KZ-Nummer ein. Ihre Schwester wurde in Auschwitz geboren. Nach der Befreiung war die Familie so schwach, dass sie noch ein halbes Jahr in dem aufgelösten KZ leben musste, bevor sie fähig war, ein eigenes Leben zu führen. Ein unfassbares Schicksal. Das Buch heißt nicht umsonst „Unfassbare Wunder“: Es war für die Menschen unfassbar, dass sie überlebt hatten und wie viele Wunder zusammenkommen mussten, damit sie überlebten. Ich habe in diesen Gesprächen oft geweint. Aber es ist dennoch kein trauriges Buch, sondern es zeigt, wie unendlich stark diese Menschen waren, um den Holocaust zu überleben.

Malwina Braun überlebte die Konzentrationslager Plaszow und Auschwitz.

Sind Sie an diese Aufnahmen anders herangegangen als an Ihre Porträts, beispielsweise an die der Bundeskanzler?
Die Kanzlerporträts, die zwischen 1965 und 2005 entstanden, waren fast alle Langzeitbeobachtungen. Ich habe die Bundeskanzler – mit Ausnahme von Frau Merkel – über viele Monate und zum Teil auch über Jahre immer wieder begleitet. Dies ist ein Riesenunterschied zu den Fotos in „Unfassbare Wunder“. Hier waren wir bei Menschen zu Hause, die ich noch nie in meinem Leben zuvor gesehen hatte. Während meine Co-Autorin die Interviews machte, hatte ich Zeit, mir die Männer und Frauen anzusehen. Dann habe ich mir einen Platz mit Tageslicht gesucht und in nur wenigen Minuten sind dort die Porträts entstanden. Die Menschen waren am Ende des Gesprächs emotional so mitgenommen – manche haben das erste Mal überhaupt von ihren Erlebnissen erzählt –, dass sie kaum auf mich fixiert waren und von daher in der kurzen Zeit, in der ich sie vor der Kamera hatte, sehr natürlich waren. Sie sind auf den Bildern komplett unverstellt.

Welche Rolle spielt dieses Buch für Sie?
Eine sehr große. Es war für mich ein unfassbares Wunder, dass diese Menschen sich von einem Deutschen und einer Österreicherin haben porträtieren lassen. Sie sind alle sehr alt und wollten Zeugnis ablegen. Mein Leben neigt sich auch langsam dem Ende zu, da muss man nicht darum herumreden, und nach all den Prominenten, die ich fotografiert habe, war es für mich sehr wichtig, dass ich noch eine solche Arbeit abliefere.

Marko Feingold hat die vier Konzentrationslager Auschwitz, Dachau, Neuengamme und Buchenwald überlebt.

Was haben Sie persönlich aus diesen Begegnungen mitgenommen?
Es gibt mehrere Sachen, die man mitnimmt. Einmal, dass man das Gehörte nur sehr schwer fassen kann – so schrecklich ist es. Man sitzt in einem fremden Haus und plötzlich zieht der Gesprächspartner den Ärmel hoch. Und da ist diese Nummer, mit der jeder KZ-Insasse in Auschwitz gekennzeichnet wurde. Fasziniert und beeindruckt hat mich der unglaubliche Überlebenswille. Und die Tatsache, dass der alte Herr mit 105 Jahren sagte: „Sie sind alle tot und ich bin immer noch hier, das ist meine Rache an diesen Menschen.“ Die Arbeit an dem Buch hat mir sehr viel gegeben und ich halte es heute für wichtiger, solche Menschen zu fotografiere anstatt prominente Selbstdarsteller.

Sie arbeiten anders als andere Fotografen.
Meine Arbeit ist sehr unspektakulär. So einfach ist das. Ich habe ein Stativ und eine Kamera. Die Bilder aus meinem neuesten Buch entstanden wie immer ohne einen Assistenten und ohne Licht. So arbeitet eigentlich niemand mehr. Die Leute, die digital fotografieren, machen jede Menge Fotos und wenn Sie Glück haben, ist irgendetwas dabei. Ich habe einen Rollfilm mit zwölf Negativen und wenn der voll ist, nehme ich ihn aus der Kamera, klebe ihn zu und erst, wenn ich zu Hause in meiner Dunkelkammer bin, nehme ich ihn wieder zur Hand. Ich weiß genau, was drauf ist. Denn wenn man nach über 50 Jahren nicht weiß, was man macht, dann sollte man sich – bildlich gesprochen – erschießen.

Warum fotografieren Sie ausschließlich Schwarzweiß?
Weil ich bunt nicht kann.

Was heißt das?
(schmunzelt) Ich kann nicht farbig fotografieren. Das interessiert mich nicht. Im Schwarzweiß-Bereich bin ich der Herr des Geschehens. Ich habe meine kleine Dunkelkammer mit einem 40 Jahre alten Vergrößerungsapparat, mein Papier und mein Licht. Wenn man weiß, dass das Wort Fotografie aus dem Griechischen kommt und Zeichnen mit Licht heißt, dann mache ich genau das. Und in meinem kleinen Labor war in den letzten 54 Jahren noch nie ein Mensch außer mir. Ich bin mit dem, was ich mache, völlig aus der Zeit gefallen, deswegen sehe ich mich auch als Künstler. Viele fragen mich: „Was sind Sie?“ Ich bin Künstler. Was soll ich sonst sein?

Journalist oder Dokumentarist …
Nein, das bin ich nicht. Meine Fotos sind doch nicht nur dokumentarisch, sie haben eine künstlerische Aussage. Aber ich weiß, was ich kann und wer ich bin. Das zählt.

Was muss ein Bild haben, mit dem Sie zufrieden sind?
Ich bezeichne mich selbst seit vielen Jahren als „Hautfotograf“. Es gibt zwei Körperstellen, die meistens unbedeckt sind. Das sind Gesicht und Hände. Durch Mimik und Gestik sowie die Haut, die sich dabei bewegt, lässt sich vieles ablesen. Je älter der Mensch ist, desto interessanter die Haut – es sei denn man wird mit Schminke so zugekleistert, dass keine Struktur mehr zu sehen ist. Wenn die Haut auf dem Bild gut gezeichnet ist und etwas von dem Menschen erzählt, bin ich zufrieden.

Sie haben sechs deutsche Kanzler und eine Kanzlerin fotografiert, wie geht es weiter, wird es eine(n) achten geben?
Nein, dieses Kapitel ist vorbei. Es gibt für alles einen Anfang und ein Ende. Dieses Ende hat Frau Merkel herbeigeführt, sie hat die Tradition nicht fortgesetzt. Ich überlege aber in diesem Jahr in Berlin eine große Kanzlerausstellung zu machen. Wir haben schließlich 70 Jahre Bundesrepublik Deutschland.

Welcher Bundeskanzler hat Sie am meisten beeindruckt?
Ohne jeden Zweifel war das Willy Brandt. Auch Konrad Adenauer war beeindruckend. Wenn Sie sich vorstellen, dass ich zwischen 25 und 26 Jahre alt war, als ich ihn fotografierte und er damals zwischen 89 und 91. Dieser Mann hatte ein Gesicht, das es heute gar nicht mehr gibt. Ich bin ganz glücklich, dass ich ihn kennenlernen durfte. An meinem 26. Geburtstag saß ich sogar mal auf einem Parteitag neben Adenauer.

Viktor Klein war in Auschwitz-Birkenau. Seine Befreiung erlebte er nach einem Todesmarsch im KZ Ebensee.

Wie gut kannten Sie ihn?
Er hat mich wahrgenommen, aber gut gekannt habe ich Willy Brandt, den ich das erste Mal 1969 porträtiert habe und das letzte Mal 1991. Er starb ein Jahr später. Seine Haut kannte ich sehr gut.

Mochten Sie ihn?
Ja, sehr. Obwohl Brandt keinerlei Fähigkeiten besaß, zu Menschen Nähe aufzubauen. Er wirkte immer sehr unnahbar, war aber dennoch in der Öffentlichkeit ein absolut charismatischer Mensch, der sehr viel für unser Land getan hat. Eine Art kumpelhaftes Verhältnis hatte ich zu Helmut Kohl. Ihn habe ich das erste Mal 1974 fotografiert. Danach zehn Jahre überhaupt nicht mehr, dann aber wieder bis 1990. Ein letztes Mal habe ich ihn 2010 zu Hause in Oggersheim besucht, als er schon schwer krank war. Das war ein sehr emotional anrührendes und trauriges Erlebnis für mich. Er hat mich nie geduzt, aber als er mich dann sah, sagte er: „Mensch, Konrad, du wirst ja immer jünger.“ Und da flossen meine Tränen. Seine Frau sorgte dann leider dafür, dass ich ihn nicht wiedersehen durfte.

Wie nah kommen Sie den Menschen, die Sie fotografieren?
Man muss auf jeden Fall eine persönliche Distanz wahren. Was Politiker angeht: Mit ihnen sollte man in meinem Beruf nicht befreundet sein, das geht sonst für einen kreativen Menschen nicht positiv aus. Für Gerhard Schröder beispielsweise war ich über Jahrzehnte sehr nützlich, weil er wusste, dass ihn niemand besser fotografieren würde als ich. Ich selbst war ihm wurscht. Es gab einen Politiker, der war für mich eine Art Ersatzvater. Das war Bruno Kreisky, der österreichische Bundeskanzler. Mit ihm war ich wirklich befreundet. Und als ich 50 Jahre alt wurde, das war 1990, das Jahr, in dem Bruno Kreisky starb, hat er mir noch ein Telegramm geschickt und das Du angeboten.

Wie wichtig ist das Thema Vertrauen?
Vertrauen ist das Wichtigste. Ich habe ein Buch über den französischen Staatspräsidenten François Mitterrand gemacht. Das war etwas Besonderes, denn für das Selbstverständnis eines Franzosen ist es eigentlich undenkbar, dass ein junger deutscher Fotograf das Nationalheiligtum Frankreichs, den Präsidenten, porträtiert. Willy Brandt schrieb für mich an Mitterand einen Brief und nach einem Jahr erhielt ich eine Einladung in den Élyseé-Palast. Ich sprach schon damals sehr gut Französisch und es entwickelte sich nach und nach Vertrauen und ein herzliches Verhältnis, sodass mich Mitterrand mehrmals in sein Privathaus an den Atlantik einlud. Er erzählte mir dann, dass in dem Haus noch nie ein Journalist privat gewesen sei. Das war unglaublich.  Mit Bill Clinton bin ich in der Air Force One geflogen und auch Wladimir Putin hat mich in seinem Regierungsflieger mit nach Hause genommen. Ich habe in den vielen Jahren, in denen ich Politiker fotografierte, ein Gespür für das entwickelt, was man darf und nicht darf – und das schafft Vertrauen

Wladimir Putin und Vera Gurewitsch
Sie war seine Klassenlehrerin in Leningrad an der Schule Nr. 193.

Wie war Putin?
Ich lernte Putin über Gerhard Schröder kennen. Ich fotografierte ihn 2002 und 2003 und glaubte damals, wie viele andere Menschen auch, dass Putin ein Demokrat sei. Ich war bei ihm zu Hause und habe ihn auf Reisen begleitet. Ich habe ein Buch über ihn veröffentlicht, wie es eins nie wieder geben wird. Ich saß mit Putin in seinem Privathaus auf der Coach und am Klavier saß seine Tochter mit ihrer Klavierlehrerin. Ich könnte über den Menschen Putin noch sehr viel erzählen.

Haben Sie zu einem der Politiker, die Sie fotografiert haben, noch Kontakt?
Sie sind ja fast alle tot. Ich habe von Gerhard Schröder vor vier Jahren zu meinem 75. Geburtstag einen handschriftlichen Brief erhalten. Die Leute, die heute Politik machen, sind für mich nicht mehr interessant.

Gibt es noch einen, den Sie gerne fotografieren würden?
Nein. In meinen Augen gibt es in der deutschen Politik keine großen Figuren mehr. Und Menschen, wie Donald Trump beispielsweise oder Diktatoren würde ich nie fotografieren. Jetzt könnten Sie sagen, der Putin ist auch ein Diktator. Das ist auch der Sündenfall, der mir immer wieder vorgeworfen wird. Aber das wusste ich damals nicht. Trump ist für mich unterirdisch. In unserem Land gibt es keinen einzigen Politiker mehr, mit dem ich mich optisch beschäftigen würde. Mit dem aktuellen Buch hat sich mein fotografisches Leben gerundet. Ich habe zwar Pläne für weitere Bücher und die Bilder dazu existieren schon alle. Dafür suche ich jetzt noch entsprechende Verleger. Ein Projekt beschäftigt sich mit den ungeborenen Kindern aus der Charité. Den Text dazu gibt es ebenfalls schon. Zu meinem 80. Geburtstag möchte ich gerne ein Buch mit 100 Menschen herausbringen, die alle zwischen 1976 und 2076 entweder 100 Jahre alt werden können, hätte werden können oder geworden sind. Das sind Menschen aus der ganzen Welt, die ich schon fotografiert habe.

Gibt es irgendein Foto, von dem Sie sagen: „Das hätte ich besser nicht gemacht?“
Nein, da fällt mir keines ein. Aus meinen über fünfzig Berufsjahren sind – nur – 3.000 Bilder übriggeblieben. Sie sind alle Unikate, zu denen ich heute noch stehe. Sie erfüllen meinen Qualitätsanspruch und ich bin mein strengster Kritiker.

Haben Sie in Ihrer Sammlung ein Lieblingsbild?
Ja, das habe ich: ein Foto meines Vaters – vier Wochen vor seinem Tod im Krankenhaus.

(Susanne Rothe) 
Fotos: P. M. J. Rothe, Konrad Rufus Müller (4), Böhlau Verlag

Konrad Rufus Müller und Alexandra Föderl-Schmid, Unfassbare Wunder.
Gespräche mit Holocaust-Überlebenden in Deutschland, Österreich und Israel.
Böhlau Verlag, ca. 200 Seiten, ca. 45 s/w Abbildungen, ISBN: 978-3-205-23226-1, 35 Euro