Menschen

Wir treffen … Kurt Balk

Wir begegnen interessanten Personen aus der Region an einem Ort, der für sie eine besondere Bedeutung hat. Dieses Mal ist es Kurt Balk. Wir treffen den bekannten Bonner an einem kalten Novembertag auf der Terrasse des Ameron Hotels Königshof.

 

Kurt Balk ist auf dem Bonner Parkett eines der bekanntesten Gesichter. Für viele ist er Mr. Taittinger – ob bei einem großen Event in der Beethovenhalle, im Königshof oder bei einem der anderen guten Gastronomen in der Region. Seit 1979 hat der gebürtige Westerwälder die berühmte Champagnermarke aus Reims neben anderen hochwertigen Weinen und Spirituosen im Portfolio seiner Handelsagentur. Den einen oder anderen guten Tropfen – am liebsten Riesling und besonders gerne einen vom Weingut Spreitzer aus dem Rheingau – trinkt er im Sommer abends auf der Terrasse des Königshofs. „Blaue Stunde“ mit Blick auf den Rhein, Post Tower und das Siebengebirge. „Hier kann ich mich entspannen und die Ruhe und Rheinidylle genießen“, erklärt der stets sehr disziplinierte und ebenso gut gekleidete Balk.

Seine Arbeit, der Kontakt zu den Kunden, die Besuche und vielen Gespräche sind sein Leben. Der Sohn eines echten „Kölsch Mädche“ ist Verkäufer mit Leib und Seele. „Doch bevor ich gemerkt habe, dass ich gerne und gut verkaufe, habe ich eine andere Ausbildung gemacht.“ Die Vorliebe seines Vaters zu Latein teilte er nicht, stattdessen ging er zu Ford. Die Lehre bestand Balk mit sehr guten Noten und plante die Weiterbildung zum Ingenieur. Der Zufall und ein Schlips, den er im richtigen Moment trug, machten ihn zum Verkäufer. Statt Technikerschule folgte eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Am 1. Februar 1979 begann er als Handelsvertreter für das Traditionsunternehmen Asbach Uralt zu arbeiten. Nachdem Asbach verkauft worden war, wechselte er 1992 mit seiner Agentur zu Wein Wolf, die auf den exklusiven Import internationaler Spitzenweine spezialisiert sind. Die Marke Taittinger blieb durch Wein Wolf in seinem Portfolio. Ans Aufhören denkt Balk noch lange nicht und genießt seine Freiheit als Selbständiger. „Ich glaube, ich könnte auch Anzüge verkaufen“, schmunzelt er. In jedem Fall würden wir ihn im Sommer auf der wunderschönen Terrasse am Rhein treffen – bei einem Glas Riesling.

 

Foto: P. M. J. Rothe

    

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