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„Drive for the show, putt for the money”: In diesem oft gehörten Golfspruch steckt viel Wahrheit. Während fast jeder Golfer einige Körbe an Bällen mit dem Driver in die Weite der Driving Range schlägt, ist das Puttinggrün für Übende wohl weniger attraktiv und entsprechend dünn besiedelt. Es scheint unsexy zu sein, kleine Bälle über das Grün rollen zu lassen, bis sie endlich ins Loch fallen. Doch auf dem Platz passiert dann oft Folgendes: Mit zwei oder drei tollen Schlägen erreicht man das Grün einer Par-5-Bahn. So weit super. Dann braucht man jedoch drei Putts, bis der Ball eingelocht ist. Dumm gelaufen. Wieder eine Bahn „nur“ Bogey gespielt. Was kann man tun? Ich google im Netz „Putten lernen in Köln-Bonn“ und es wird mir die Seite puttguru.de angezeigt. Dort lese ich, dass Putten erst effektiv trainiert werden kann, wenn der Putter passt. Das macht mich neugierig und ich vereinbare einen Termin bei Puttguru Horst Rosenkranz.

11.00 Uhr, Bonn-Bergheim, ich klingele und die Tür geht auf. Ein freundlicher Mann mit Brille streckt mir die Hand entgegen: „Ich bin der Horst, schön, dass du da bist.“ Ich folge Horst in seine umgebaute Doppelgarage. „Das ist mein Raum, in dem ich Fitting und Training durchführe“, sagt Horst. „Wen trainierst du denn so?“ „Eine ganze Menge, vom Amateur über Tourspieler bis zu Masterssiegern ist alles dabei.“ Aber wie wird man zum Puttguru? Horst kam über die EDV zur Firma SAM (Science&Motion) und lernte ihr Produkt PuttLab kennen – ein Analyse- und Trainingsgerät auf Ultraschallbasis. Damit können die 28 wichtigsten Parameter beim Putten analysiert und grafisch aufbereitet auf dem Monitor angezeigt werden. Horst vertrieb das SAM PuttLab, bis er dann immer mehr in die Analyse der Daten einstieg. Stefan Maiwald vom Golfjournal wurde auf Rosenkranz aufmerksam und lud ihn nach München zum Interview ein. Der Artikel trug die Überschrift „Der Puttguru war da“ und Horsts Spitzname war geboren.

Horst Rosenkranz golflehrer

Putter Check
30 Minuten: 60 Euro

Putt-Training
45 Minuten: 90 Euro

Putter Check und Training
60 Minuten: 125 Euro

Putter Check und Training prof
90 Minuten: 180 Euro

Horst ist nicht nur im Köln/Bonner Raum unterwegs, sondern tourt ganzjährig durch Deutschland und im angrenzenden Ausland. Einen Überblick seiner Termine findet man auf seiner Homepage.

Zurück zum eigentlichen Grund meines Besuchs bei Horst. Nachdem ich meine diversen Putter, Blade und Mallet Putter, vorgestellt habe – ich habe schon einige ausprobiert –, beginnt das Fitting. Kurzes Warmputten und los geht es. Ich muss mit jedem meiner Schläger fünf Bälle putten. Alle Schläge werden mit dem PuttLab aufgezeichnet. Das Ergebnis: ernüchternd. Ich habe die Putts aus einer Entfernung von vier Metern gespielt. Die Analyse zeigt deutlich, dass es mit keinem Modell wirklich gut läuft. Nur einer meiner Schläger ist zumindest etwas besser als die anderen. „Wir können sehen, dass für dich nur ein Mallet Putter in Frage kommt“, erklärt Horst und zeigt mir auf dem Monitor, dass ich unsymmetrisch in der Rückwärts-/Vorwärtsbewegung bin, dass ich eine Schleife in der Rückwärtsbewegung habe und zusätzlich Probleme beim Zielen.

Nach der Analyse der Daten geht es darum, herauszufinden, wie viel ein idealer Putter für mich wiegen darf, wie stark die Gewichtung von Kopf- und Griffgewicht sein muss und vor allem, wie lang er sein sollte. Dank SAM PuttLab können durch weitere Putts mit diversen Modellen die Daten schnell generiert werden. SAM PuttLab bietet als einziges Gerät die Möglichkeit, alle Werte dreidimensional anzuzeigen. Mein Ergebnis zeigt: Ich benötige einen Putter mit mittelschwerem Kopf und einem Jumbogriff sowie zusätzlich 75 Gramm Kontergewicht, um meine Bewegungen zu beruhigen.

Ich muss den Test mit den fünf Bällen wiederholen und siehe da, es sieht schon besser aus. Horst lacht mich an: „Jetzt haben wir dir ein Auto gebaut, das zu dir passt, jetzt musst du nur noch fahren lernen.“

Anhand der Daten gibt Horst mir noch einige Tipps. Fleiß vorausgesetzt, verspricht er mir damit deutlich bessere Ergebnisse auf dem Grün. Horsts Analyse hat gezeigt, dass ich mehr Körperspannung und eine gleichmäßige Routine brauche. Was kann ich tun? Ganz einfach: das Gewicht auf den Vorderfuß verlagern, Oberschenkel wie beim Skifahren anspannen, fester Griff und die Augen über dem Ball. Beim Zielen hilft ein Liniensystem auf dem Ball. Dabei sind zwei dünne Linien besser als eine dicke. Es gibt noch Tipps für das Training zu Hause und auf dem Grün.

Fazit: Das Fitten mit Puttguru Horst hat sehr viel Spaß gemacht und war effektiv. Ich weiß jetzt, dass mein Putter zu leicht und viel zu lang ist. Ich hoffe, dass es auf der nächsten Runde besser läuft. Damit die Ausreden „ich habe keine Zeit“ aufhören, hat Horst mir eine Schiene, die TimingAid, mitgegeben, mit der ich zu Hause täglich trainieren soll. Hier reichen fünf Minuten, um Routine in meinen Putt-Rhythmus zu bekommen.
(P. M. J. Rothe)

puttguru.de

Foto: Horst Rosenkranz