Raus aus dem Alltag und für wenige Tage eine Auszeit nehmen: Wer davon träumt, dem hilft ein Tapetenwechsel. Ideal ist ein Kurztrip, der nicht weit weg von zu Hause führt, aber dennoch entfernt genug ist, um alles um sich herum zu vergessen. Wir haben uns in Nordrhein-Westfalen umgesehen und einige kuriose Hotels gefunden, die originelle Übernachtungsmöglichkeiten für entspannte Kurztrips quasi vor der Haustüre bieten.
kuriose Hotels Beverland_Mini-Cooper

Landhotel Beverland

Der erste Kurztrip führt uns in die Nähe von Münster ins Landhotel Beverland. Es hat 62 Zimmer und Suiten, die alle individuell nach einem eigenen Thema eingerichtet sind. Das Spektrum reicht vom Bierfass-Zimmer mit einem zum Doppelbett umgebauten Originalbierfass bis hin zur großzügigen König-Ludwig-Suite, die sich über zwei Etagen erstreckt und mit einer freistehenden Badewanne im Wohnraum überrascht. Im Camping-Zimmer übernachtet man in einem Eriba-Touring-Wohnwagen aus den 1970er-Jahren, der zu einer Seite geöffnet ist, sodass Platz für ein großes Doppelbett ist. Im Mini-Cooper-Zimmer hat der Cooper mit seinem großen Faltdach keine Sitze mehr, stattdessen wurde eine Bettkonstruktion eingebaut. Der Mini kann bequem als Einzelzimmer belegt werden und für Verliebte auch als Doppelzimmer. Für diejenigen, die zu zweit gerne etwas mehr Platz zur Verfügung haben, gibt es zwei weitere Betten im Zimmer. beverland-resort.de

Fotos: © Beverland Gruppen Resort

Fischerhaus

Hof zur Linde Fischerhaus-mit-Werse
Kuriose Hotels, Hof zur Linde Fischerhaus-mit-Werse

Idylle und Ruhe pur findet man im „Hof zur Linde“ und dort speziell im Fischerhaus. Das Romantik Hotel liegt nur sieben Kilometer östlich von Münster, im Stadtteil Handorf, direkt am Flusslauf der Werse. Das familiengeführte Haus verbindet westfälische Tradition mit modernem Komfort und anspruchsvollem Service. In den 52 Zimmern und Suiten wohnen die Gäste rustikal oder modern, im antiken Himmelbett oder in reduziertem Design. Das Fischerhaus ist ein eigenständiges Häuschen und liegt direkt an der Werse. Es ist im blau-weißen Landhausstil eingerichtet und besteht aus einen großzügigen Wohn-Schlaf-Raum mit offenem Kamin und einer Sauna. Ideal für ein gemütliches Wochenende zu zweit. hof-zur-linde.de

Fotos: © Hof zur Linde

Alte Lohnhalle

Weiter geht es ins Ruhrgebiet nach Essen. Die „Alte Lohnhalle“, das Herzstück der denkmalgeschützten Anlage der ehemaligen Zeche Bonifacius, ist Industriedenkmal und Hotel in einem. Früher wurde an den beiden Schaltern in der Hotellobby den Kumpeln der Zeche Bonifacius ihr Lohn ausgezahlt, heute werden dort Gäste willkommen geheißen. Die 17 Zimmer – vom Einzel- über Doppelzimmer bis hin zum Steiger- und Zechenstudio – sind geräumig geschnitten und zum Teil mit Designklassikern des 20. Jahrhunderts ausgestattet. Das Restaurant „Über Tage“ bietet frische (Revier-)Küche mit mediterranen Akzenten. Wer möchte, der kann auch direkt eine Führung durch die Zeche buchen. alte-lohnhalle.de, zeche-bonifacius.de

Foto: © Alte Lohnhalle

Mini-Hotel

Wir bleiben im Ruhrgebiet und fahren ins kleinste Hotel Nordrhein-Westfalens nach Herdecke. Das „Mini-Hotel“ ist in einem 300 Jahre alten Fachwerkhaus untergebracht und verfügt über zwei Einzel- und ein Doppelzimmer sowie einen Wohnraum, der von allen Gästen gemeinsam genutzt wird. Die Einzelzimmer liegen auf einer Ebene mit einem gemeinsamen Bad. Das große Doppelzimmer ist im Obergeschoss und hat ein eigenes Badezimmer. Alle Zimmer sind authentisch eingerichtet. Auch das komplette Haus kann gebucht werden. Das „Mini-Hotel“ liegt mitten im alten Stadtkern von Herdecke mit vielen historischen Sehenswürdigkeiten. Dort findet man kleine, liebenswerte Boutiquen, Cafés und Restaurants. Dem besonderen Reiz des „Mini-Hotels“ sind schon zahlreiche Prominente erlegen. minihotel-herdecke.de

Fotos: © Mini-Hotel Herdecke

Floating 44

Als Nächstes nehmen wir uns unsere Auszeit auf dem Nordsee bei Xanten. Inmitten der schönen Seenlandschaft liegen die Floating 44, ein ideales Domizil für alle, die die besondere Atmosphäre auf dem Wasser lieben, und dennoch an Land bleiben möchten. Die Floating 44 sind Boote mit einem festen Liegeplatz und schiffig-modern gestaltet und eingerichtet. Sie verfügen über einen großzügigen Wohnbereich mit integrierter, gut ausgestatteter Küchenzeile und direktem Zugang zur Terrasse am Bug sowie zwei Schlafzimmern. Das Bad mit Dusche und ein WC mit Waschbecken sind jeweils separat angeordnet. Das Dach verfügt mit einer 25 Quadratmeter großen Terrasse bei schönem Wetter über zusätzliche Sonnenfläche. Die Seenlandschaft in unmittelbarer Nähe zum Rhein bietet Erholung pur. Rueckenwind-ferien.de

Fotos: © Rückenwind Ferien

Road Stop

Amerika-Fans liegen in den „Road Stop“-Motels richtig. Gäste können im Wasserbett vor einer Konzertbühne oder zwischen Casinotischen unter einer Diskokugel schlafen. Jedes Themenzimmer wurde detailreich und mit original amerikanischen Ausstattungs- und Dekorationsobjekten eingerichtet. Um auch den Magen zufriedenzustellen, gibt es Burger und Steaks, Ribs & Wings, Finger Food, Wraps sowie verschiedene Salate und Bowls. Die Speisekarte gleicht einer Reise durch die Küchen Amerikas. Selbstverständlich kann man auch unter veganen und vegetarischen Gerichten auswählen. Eine lange Bar und viel echtes Holz an den Wänden vermitteln darüber hinaus den echten amerikanischen Way of Life. „Road Stop“-Standorte sind Dortmund, Münster, Wuppertal und Mettmann. Roadstop.de

Fotos: © Road Stop

Foodhotel

Europas erstes Supermarkt-Themenhotel liegt im Herzen von Neuwied. Für die Lobby wurden Möbel aus Einkaufswagen gebaut. Das gesamte Hotel ist mit Elementen aus dem Ladenbau ausgestattet. Das Hotel hat insgesamt 113 klimatisierte und barrierefreie Zimmer, davon sind die 47 Themenzimmer im Stil bekannter Lebensmittelmarken eingerichtet. In der „food relaxing zone“ können die Gäste in der „Backofen-Sauna“ und im „Dampfgarer“ vom Alltagsstress entspannen und zur Ruhe kommen. Das Restaurant „marktbistro“ bietet frische, regionale Küche, die im Front-Cooking-Bereich zubereitet wird. food-hotel.de

Fotos: © food hotel

Krimihotel

In Hillesheim in der Eifel liegt Deutschlands erstes Krimihotel. Hier ist der Name Programm. Jedes Zimmer ist einem Kriminalfilm oder einer seiner Figuren gewidmet. Von Miss Marple über James Bond, Pater Brown, Columbo bis Derrick, „Tod auf dem Nil“ oder „Im Namen der Rose“ – egal für welches der mit viel Liebe zum Detail eingerichteten Zimmer oder für welche Suite man sich entscheidet, der Gast wird immer mit Argusaugen beobachtet. Seit letzten Sommer hat das Krimihotel ein neues Themenzimmer, das nach der Kultserie „Mord mit Aussicht“ benannt ist. Das Hotel verfügt außerdem über einen Escape-Room, in dem man zeigen kann, wie viel Spürnase in einem selbst steckt. Entspannen kann man sich beim original Five o’Clock Tea oder bei einem guten Abendessen in dem ebenfalls fantasievoll ausgestatteten Restaurant. Das Krimihotel ist der perfekte Ort für ein mörderisches Wochenende, zumal das Hotel in direkter Nachbarschaft zu den Originalschauplätzen der bekannten Eifelkrimis von Jacques Berndorf liegt. krimihotel.de

Fotos: © Das Krimihotel

Knasthotel

Im Alten Amtsgericht in Petershagen an der Weser hat der ehemalige Verein „Rast im Knast“ Gefängniszellen zu Gästezimmern umgebaut. Es gibt vier Zweier-Zellen und eine Sechser-Zelle. Für das möglichst authentische Erlebnis stehen in den Zellen Metalletagenbetten und ein gestreifter Knastanzug zum Schlafen wird für eine Leihgebühr von fünf Euro zur Verfügung gestellt. Bettwäsche und Handtücher werden gestellt. Das Gefängnis wurde 1913 fertiggestellt und hatte Platz für sieben Gefangenen. Ab 1959 gab es keine Gefangenen mehr im Petershager Gefängnis. Nur jugendliche Arrestanten verbrachten ihre Wochenenden von Samstag 15 Uhr bis Montag 6 Uhr in den Zellen. Bis zu vier Wochenenden konnte die Strafe betragen. 1978 wurde das Gefängnis geschlossen. Lange Zeit diente es der Lagerung von Grundbüchern. Jetzt hat das alte, traditionsreiche Gebäude wieder neue „Insassen“. rast-im-knast.com, mehdis-kultur.de

Fotos: © Rast im Knast

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