Die Zeit fliegt.

//Die Zeit fliegt.
Fliegeruhren haben ein besonderes Flair. Sie gelten als männlich und sportlich, sind funktional und es umgibt sie ein Hauch von Abenteuer. Ihre Faszination ist bis heute ungebrochen, denn die markanten Zeitmesser sind nach wie vor sehr gefragt. Ein Unternehmen, dessen Fliegeruhren nahezu legendär sind, ist Laco aus Pforzheim. Seine Uhren sind robust, schlicht, präzise und verkörpern ein Stück Zeitgeschichte.

 

laco Flieheruhren

Im Zweiten Weltkrieg produzierte Laco vor allem Flieger- und Beobachtungsuhren.

Bei den Fliegeruhren steht die Form hinter ihrer Funktion zurück, denn im Zweiten Weltkrieg spielte es keine Rolle, ob sie besonders stylisch aussahen. Sie waren für ihre Träger ein unverzichtbares Arbeitsgerät. Es musste gut ablesbar sein – auch in der Dunkelheit – und schnell alle Daten liefern, die der Pilot zum Navigieren benötigte. Das Zifferblatt einer klassischen Fliegeruhr hatte dabei eine klare Unterteilung in Minuten und Stunden. Der Durchmesser einer solchen Uhr war meist größer als 40 Millimeter. Zudem hatten die Uhren größere Schrauben, damit die Piloten sie auch mit Handschuhen bedienen konnten. Heute ersetzt modernste Technologien in den Cockpits die Fliegeruhren. Dennoch stehen sie bei Uhrenträgern hoch im Kurs.

 

Manufaktur mit Tradition und Leidenschaft

 

Seit seiner Gründung, 1925, baut Laco Fliegeruhren. In den Anfangsjahren wurden in den Gehäusen, die das Unternehmen selbst produzierte, Werke aus der Schweiz verbaut. 1933 gründete Ludwig Hummel dann den Werkshersteller Durowe, um Laco-Uhren unabhängig mit Werken zu versorgen. Das Unternehmen wuchs und wurde dann in den 1940er Jahren als eine von fünf Firmen bekannt, die die Lizenz für den Bau der legendären 55 mm großen Beobachtungsuhren besaßen. Später folgten die ersten Automatikuhren sowie der von Laco entwickelte Chronometer und ergänzten das Produktspektrum des badischen Traditionsunternehmens. Die heutige Kollektion besteht aus modernen Varianten klassischer Zeitmesser der Firmengeschichte und vereint so Tradition und Zeitgeist. Die Produktpalette umfasst klassische und neu interpretierte Fliegeruhren, puristische Designs im Bauhaus-Stil, sportliche und elegante Chronographen bis hin zu Uhren für Abenteurer und Sportfans.

laco fliegeruhren

Frieda Lacher und Ludwig Hummel gründeten 1925 in Pforzheim die Firma „Lacher & Co.“,
aus deren Anfangssilben sich der Name Laco ableitet.

Den größten Teil des Sortiments bilden jedoch nach wie vor die Fliegeruhren, die unverändert gebaut werden. Eine davon ist ganz besonders. „Erbstück“ nennt Laco die Uhr, die aussieht, als sei sie schon seit Generationen im Familienbesitz. In dieser Uhrenlinie treffen Moderne und Historie perfekt aufeinander. Für die „Erbstücke“ werden Edelstahlgehäuse, Zifferblätter und Zeiger manuell so bearbeitet, dass sie wie ein echtes Erbstück aussehen. Durch die Behandlung in Handarbeit gleicht keine Uhr der anderen. Jede ist also ein Unikat.

Zur Auswahl stehen insgesamt acht Modelle. Der Kunde hat die Wahl zwischen zwei Kalibern (Handaufzugswerk ETA 2801 oder Automatikwerk ETA 2824) und zwei Zifferblattvarianten als Baumuster A oder Baumuster B. Das Baumuster A war in den 40er Jahren für Piloten gedacht und zeichnet sich durch ein schlichtes Design mit Stundenzahlen aus. Das Zifferblatt mit großem Stundenkreis verfügt über die Ziffern 1 bis 11.

Um die Uhr besser ablesen zu können, hat das Baumuster A statt der arabischen „12“ ein Dreieck mit zwei Punkten. Das Dreieck sorgte dafür, dass der Träger der Uhr sogar bei schlechten Sicht- und Flugverhältnissen oder in Stresssituationen nur mit einem flüchtigen Blick die Stellung der Zeiger zur „12“ erkennen konnte. Die beiden Punkte erleichterten bei schwierigen Sichtverhältnissen ein präzises Einstellen der Uhrzeit.

Fliegeruhren mit dem Baumuster B unterstützten früher Navigatoren bei ihrer Arbeit. Charakteristisch für den Typ B sind die großen Minutenzahlen in 5er-Schritten am Rand. Die klassische Stundeneinteilung von 1 bis 12 ist in arabischen Zahlen und in einem zusätzlichen Innenring zu sehen. Militärische Fliegeruhren wiesen in der Regel kein Logo des herstellenden Unternehmens auf, um durch dieses „nutzlose“ Element nicht die Ablesbarkeit und die Funktionalität der Uhr einzuschränken.

 

laco_fliegeruhren

Bei Laco erfolgen viele Arbeitsschritte von Hand.

 

 

„Was zählt, ist die Qualität, nicht die Menge.“

 

 

laco fliegeruhren

Vor dem Versand wird jede Uhr sorgfältig geprüft.

 

Neben den beiden klassischen Baumustern A und B gibt es bei Laco – mit Ausnahme beim „Erbstück“ – noch einen weiteren Uhrentypus, der bewährte Elemente aufgreift und mit zusätzlichen praktischen Komponenten verbindet: den Fliegeruhrtyp C. So weist das Zifferblatt mit großem Stundenkreis die arabischen Ziffern 1 bis 11 und das typische Dreieck statt der „12“ auf. Darüber hinaus bietet der Typ C die zusätzlichen Funktionen eines Chronographen, zum Beispiel Stoppsekunde, separater, dezentraler Sekundenzeiger oder Tag- und Datumsanzeige.

Jede Uhr, die die Manufaktur in Pforzheim verlässt, wird in präziser Handarbeit gefertigt. „Was zählt, ist die Qualität, nicht die Menge“, so Laco.

Titelbild: Fliegeruhr Original, Modell Dortmund, 1.130 Euro, www.laco.de
Fotos: Laco Uhrenmanufaktur GmbH (7)

2018-07-02T10:23:18+00:00Kategorien: Lifestyle|Tags: , , , , , , |