Pilotenbrille, Cat Eye, Panto …: Welche Sonnenbrillen liegen dieses Jahr im Trend? Wir zeigen Modelle, die nie out sein werden.

Sonnenbrillen sind die neuen Statement-Pieces, die man nicht nur in den Sommermonaten trägt – obwohl es dann natürlich am schönsten ist. Die Sonnenbrille ist zu einem ganz individuellen Accessoire geworden. Modezar Karl Lagerfeld trug sie bei jeder Gelegenheit. Jackie Kennedy bevorzugte ein großes Oval. Das Bild von Audrey Hepburn mit dunkler Brille und kleinem Schwarzen vor dem Schaufenster des Edeljuweliers Tiffany ist unvergesslich. Elton John lässt sich keine Brille genau zuordnen; er liebt es auffällig und gerne mit Kristallen besetzt. Udo Lindenberg geht nie oben ohne aus dem Haus.

© CHLOÉ. Ab 289 Euro

© CHLOÉ. Ab 289 Euro

© STELLA MCCARTNEY. Ab 350 Euro

© STELLA MCCARTNEY. Ab 350 Euro

© ALEXANDER MCQUEEN. Ab 340 Euro

© ALEXANDER MCQUEEN. Ab 340 Euro

Sonnenbrillen gibt es wie Sand am Meer. Und jede Saison kommen neue Modelle hinzu. Zeitlos und sehr cool ist die Pilotenbrille, die eine lange Geschichte hat. Sie wurde für die Piloten der U. S. Air Force entwickelt, damit sie mit ihr ihre Augen schützen konnten, und wurde dann allerdings sehr schnell ein beliebtes Requisit in Film- und Fernsehproduktionen.

© CARTIER EYEWEAR COLLECTION. Ab 730 Euro

© CARTIER EYEWEAR COLLECTION. Ab 730 Euro

© Prada. Ab 329 Euro

© Prada. Ab 329 Euro

© Gucci. Ab 400 Euro

© Gucci. Ab 400 Euro

Wer erinnert sich nicht an Tom Cruise alias Maverick in „Top Gun“? Er trägt dort die legendäre „Aviator“ von Ray-Ban. Der Film wurde Kult. Und die Brille ebenso. Denzel Washington spielt in „Flight“ (2012) einen alkoholkranken Piloten. Er verdeckte hinter den dunklen Gläsern die Folgen seines Drogenkonsums, gleichzeitig war die Brille Symbol für das, was er einmal war: ein cleaner und überlegener Pilot. Pierce Brosnan trug während seiner Drehs als 007 eine Pilotensonnenbrille, und auch Daniel Craig wurde mit seinem Modell als charmanter, aber knallharter Agent berühmt. In „Skyfall“ trägt er ein Modell von Tom Ford. Pilotenbrillen liefern ihrem Träger ein bestimmtes Image. Sie wirken souverän, stylisch und sehr männlich. Doch auch immer mehr Frauen greifen zu einer Pilotenbrille und damit gehört sie zu einer der wenigen Unisexbrillen. Aus dem Attribut „männlich“ wird dann bei einer Trägerin „sexy“.

© CARTIER EYEWEAR COLLECTION. Ab 730 Euro

© DOLCE & GABBANA. Ab 235 Euro

© Prada. Ab 329 Euro

© Miu Miu. Ab 355 Euro

Die „Wayfarer“ stammt wie die „Aviator“ ebenfalls aus dem Hause Ray-Ban. Sie wurde Anfang der 1950er Jahre das erste Mal hergestellt und war zunächst bis in die 1960er beliebt. Danach flachte ihr Erfolg ab. Das änderte sich, als 1980 der Film „The Blues Brothers“ herauskam: Neben John Belushi und Dan Aykroyd spielte die schwarze „Wayfarer“ eine Hauptrolle. Elvis Costello, Roy Orbison, Johnny Marr von den Smiths sowie Michael Jackson, Andy Warhol und Madonna gehören zu den bekannten „Wayfarer“-Trägern. Und nicht zu vergessen der junge Bob Dylan. Bei Audrey Hepburn soll es sich um ein Missverständnis gehandelt haben: Bei dem Modell, durch das Hepburn gleich zu Beginn der Truman-Capote-Verfilmung „Breakfast at Tiffany’s“ schaut, handelt es sich nicht um eine „Wayfarer“, sondern um ein ähnliches Modell, die „Manhattan“ aus der Londoner Manufaktur Oliver Goldsmith.

Die Cat-Eye-Sonnenbrille tauchte das erste Mal in den 1950er Jahren auf. Ursprünglich war sie eine Korrektionsbrille und wurde erst mit der Zeit zur Sonnenbrille. Marilyn Monroe war ein Fan der Cat Eye. Zunächst trug sie eine in ihrem berühmten Film „Wie angelt man sich einen Millionär“, später trug sie sie auch privat.

Perfekt ist dieses extravagante Brillengestell für herzförmige und ovale Gesichter. Woher der Name stammt, ist sofort klar – eine Cat-EyeBrille ist wie die Augen einer Katze geformt. Cat-Eye-Brillen zählen heute zu den klassischen Brillenformen und gefallen als optische Brillen und Sonnenbrillen. Es gibt sie als modernes Statement mit leichten Rändern und zarten Bügeln oder attraktives Retro-Modell mit dickem Rahmen. Stars wie Scarlett Johansson, Katy Perry oder Lady Gaga tragen sie.

© Celine eyewear. Ab 290 Euro

© Celine eyewear. Ab 290 Euro

© FENDI. Ab 240 Euro

© FENDI. Ab 240 Euro

© DIOR EYEWEAR. Ab 1.200 Euro

© DIOR EYEWEAR. Ab 1.200 Euro

© Silhouette. Ab 290 Euro

© Silhouette. Ab 290 Euro

© Balenciaga. Ab 255 Euro

© Balenciaga. Ab 255 Euro

© LOEWE. Ab 350 Euro

© LOEWE. Ab 350 Euro

Panto ist eine Brillenform, die in den 1920er Jahren als Statusobjekt der intellektuellen Elite galt. Später, in den 1950er und 1960er Jahren, fand die Fassung ihren Weg in den Mainstream und wurde zum Lieblingsaccessoire amerikanischer Männer. Die Fassungen wurden damals aus Schildpatt gefertigt, das man aus den Panzern von Meeresschildkröten gewann. Heute ist dies nicht mehr erlaubt. Markenzeichen der Panto-Brille sind runde, oben leicht abgeflachte Gläser. Die Bügel sind meist schmal, während ein markanter Nasensteg die beiden Gläser verbindet. Bei Vintage-Liebhabern steht sie hoch im Kurs. Woody Allen gehört zu den bekannten Trägern einer Panto, weswegen die Brillenart auch synonym als Woody-Allen-Brille bezeichnet wird. Doch auch Johnny Depp, Ryan Gosling und Scarlett Johansson sind Fans dieses Klassikers.

Fotos: mytheresa.com (12), pixabay.com (3), Silhouette