Beauty

Kälte für Gesundheit – und Schönheit

Seit mehr als einem Jahr schon gibt es die erste Kältekammer in Form der Eiskabine in Bonn-Beuel – der einzige Anbieter rund um Köln, Bonn und Düsseldorf. Die Kältetherapie zählt zu den physikalischen Therapiemöglichkeiten und ist geeignet für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Fitness sowie für Beauty und Schönheit. Viele Begriffe wie Eistonne, Eissauna, Kältekammer, Kryosauna oder Kältesauna werden oftmals als Synonym benutzt. Wir sprachen mit der Heilpraktikerin Stephanie Theuerzeit, Mitinhaberin der Gemeinschaftspraxis Theuerzeit GbR.

Frau Theuerzeit, Sie bieten die Ganzkörperkältetherapie in Form der Eiskabine in Ihrer Praxis an. Wie kam es dazu?
Seit über zwölf Jahren betreibe ich meine Praxis zur Behandlung von Beschwerden des aktiven und inaktiven Bewegungsapparates. Neben den Behandlungsmethoden der Osteopressur und der Akupunktur stellt die Kältetherapie hier eine weitere wirksame Behandlungsmethode dar. Die Kombination der unterschiedlichen Verfahren hat mich beeindruckt und das wollte ich meinen Patienten und Klienten anbieten.

Was genau versteht man denn unter einer Eiskabine?
Die Eiskabine stellt in der Ganzkörperkältetherapie eine Weiterentwicklung der klassischen Kältekammer dar. Die Temperaturen sind mit –160°C nicht nur deutlich niedriger; der Patient erfährt zusätzlich weitere Vorteile. Beispielsweise, dass auf die Vermummung des Kopfes verzichtet werden kann, da dieser während der gesamten Anwendung oberhalb der Eiskabine herausschaut. Dieses wird von vielen Anwendern als nicht so beklemmend empfunden wie in einer geschlossenen Kältekammer mit niedriger Deckenhöhe. Des Weiteren entfällt das Einatmen von zu kalter Luft, da die normal temperierte Zimmerluft eingeatmet wird, was von vielen ebenfalls als angenehmer empfunden wird.

–160°Celsius sind sehr kalt, wie lange kann man das aushalten?
Da es sich um eine sehr trockene Kälte handelt, wird diese für gewöhnlich nicht als so kalt empfunden. Das maximale Wirkspektrum liegt bei drei Minuten. Länger bleibt man nicht in der Eiskabine. Wem es aber zu kalt wird, der kann die Anwendung jederzeit unterbrechen.

Die Ganzkörperkältetherapie verspricht Schmerzpatienten Linderung ihrer Beschwerden. Welche Erfahrungen machen Ihre Patienten und was sind weitere Anwendungsgebiete?
Die Ganzkörperkältetherapie wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Zudem werden Regenerations- und Heilprozesse beschleunigt und der Spannungszustand, die Durchblutung und der Stoffwechsel in der Skelettmuskulatur beeinflusst. Die klassischen Anwendungsgebiete sind chronische Schmerzen, Rheumabeschwerden, Muskelschmerzen, Schmerzen nach Operationen und Verletzungen, akute Sportverletzungen oder sonstige akute Schmerzen.

Gibt es Nebenwirkungen?
Direkte Nebenwirkungen gibt es nicht. Sensible Haut kann jedoch mit kurzer Rötung reagieren und es kann in seltenen Fällen ein kurzzeitiger Hustenreiz auftreten. Beides bildet sich aber zeitnah zurück. Es gibt jedoch Ausschlussgründe. Beispielsweise bei zu hohem Blutdruck über 160/90 mm Hg, akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, arteriellen Durchblutungsstörungen, Sensibilitätsstörungen, Epilepsie oder der Weißfingerkrankheit – dem sogenannten Morbus Raynaud. Vor der ersten Anwendung findet immer ein ausführliches Aufklärungsgespräch und ein Gesundheits-Check statt.

Wie oft sollte man die Eiskabine nutzen?
Die Erfahrung zeigt, dass bereits eine einmalige Anwendung einige Stunden Schmerzlinderung oder Schmerzfreiheit mit sich bringen kann. Bei manchen Klienten und Patienten kommt die Besserung erst später, etwa nach fünf oder zehn Anwendungen, dafür bleibt der lindernde Effekt bei wiederholter Anwendung meist länger. Je nach individuellem Ansprechen auf die Kälte wird die persönliche Anwendungsdauer abgestimmt. Bei regelmäßiger Durchführung der Ganzkörperkältetherapie haben Klienten und Patienten mit chronisch entzündlichem Rheuma oder Arthrose eine gute Chance, kranke Gelenke wieder einigermaßen schmerzfrei beweglich zu machen. Viele Patienten berichten von lang anhaltenden Effekten.

Sie sprachen die Kombination mit unterschiedlichen Verfahren an, was können Sie uns hierzu sagen?
Gerade die Kombination von Eiskabine und speziellem Faszientraining oder Engpassdehnungen wissen die Klienten und Patienten sehr zu schätzen. Die Erfahrung zeigt, dass durch die Ganzkörperkältetherapie nicht nur eine schmerzlindernde Wirkung, sondern auch ein muskelentspannender Effekt erzielt wird. Die tonische Aktivität der Muskulatur wird gesenkt – also die Muskulatur wird weicher –, sodass der Reflexbogen, der zwischen einem Schmerz und erhöhter Muskelspannung besteht, unterbrochen werden kann. In diesem Stadium können das Faszientraining sowie die Engpassdehnungen viel intensiver, weil schmerzreduzierter, durchgeführt werden.

Was könnten Sie abschließend noch zur Eiskabine sagen?
Nun, neben der Schmerzlinderung steigert eine Serie von Ganzkörperkälteanwendungen auch das allgemeine Wohlbefinden. Die Eiskabine bringt zusätzlich Linderung bei Schuppenflechte oder Neurodermitis durch den entzündungshemmenden und juckreizlindernden Effekt. Auch bei Migräne und depressiven Verstimmungen berichten Klienten und Patienten von Verbesserungen. Durch den stoffwechselanregenden Effekt wird die Ganzkörperkältetherapie oftmals auch zur Unterstützung einer Diät eingesetzt. Klienten und Patienten berichten von einem strafferen Gewebe und reduzierter Cellulite. Das Hautbild fühlt sich nicht nur verjüngter und verfeinerter an – der Effekt ist auch sichtbar.

Wird eine Behandlung in der Eiskabine von den Krankenkassen übernommen?
Grundsätzlich handelt es sich bei der Therapieform um eine Eigenleistung. Es gibt aber private Krankenversicherungen, bei denen die Kosten der Ganzkörperkältetherapie bei Heilpraktikern übernommen werden. Dies ist beim jeweiligen Kostenträger im Vorfeld zu erfragen. Der Arzt kann dann eine Heilmittelverordnung für Ganzkörperkältetherapie ausstellen. Nachfragen lohnt sich. 

 

www.eiskabine.de

 

Foto: P. M. J. Rothe

    

Comments are closed.