Freizeit

Faszination Berge

Berge faszinieren die Menschen seit jeher. Sie galten als Heimstätten von Göttern, symbolische Orte, sind Lebensraum der Extreme. Auf sie ziehen sich Mönche
und Mystiker zurück, um Ruhe und Andacht zu finden. Berge sind enorme Herausforderungen für Sportler, Wissenschaftler und Abenteurer. Sie locken aber auch Romantiker und ganz einfach: Bewunderer der Natur. Im Gasometer widmet sich die Ausstellung „Der Berg ruft“ den gewaltigen Gesteinsmassen.

Der Gasometer ist bekannt für seine aufwändigen und faszinierenden Ausstellungen. 2017 drehte sich alles um den Planeten Erde und die „Wunder der Natur“, die aktuelle Ausstellung lässt die Besucher an den legendären Erstbesteigungen der berühmtesten Gipfel der Erde teilhaben, berichtet von Triumphen und Niederlagen. Sie macht deutlich, dass die Menschen schon vor Jahrtausenden den Bergen mit großer Ehrfurcht begegnet sind. Sie waren Orte der Verehrung, boten Zuflucht und stecken voller Mythen und Geheimnisse.

 

Gasometer. Hiker auf Bergspitze

Hiker auf Bergspitze

 

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Höhepunkt der Ausstellung im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers ist eine monumentale Nachbildung des Matterhorns, die mittels modernster 3D-Technik bewegte Bilder dieses legendären Berges im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten erlebt.

Die Ausstellung zeigt die Vielfalt der trotz aller Majestät vergänglichen Riesen, denn sie existieren nicht ewig. Berge entstehen in Millionen von Jahren durch Kollisionen der Erdplatten und werden durch die Kräfte der Erosion wieder zerstört. „Der Berg ruft“ macht den ewigen Kreislauf des Gesteins nachvollziehbar und zeigt in Filmausschnitten und Fotos, wie in Jahrmillionen in den gewaltigen Massiven der Erde einzigartige Lebenswelten mit einer ihnen eigenen Tier- und Pflanzenwelt entstanden sind.

Kuratoren der Ausstellung sind Nils Sparwasser vom Projektpartner Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Professor Peter Pachnicke, der damit thematisch an die Vorgängerausstellung anknüpft: „Mit ‚Der Berg ruft’ erzählen wir von wundervollen Orten, die seit jeher die Menschen fasziniert haben. Atemberaubende Bilder werden die Betrachter in ihren Bann ziehen und ihnen einige der beeindruckendsten und erhabensten Lebensräume unseres Planeten erlebbar machen.“

Höhepunkt der Ausstellung ist das Matterhorn, das im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers nachgebildet wurde. Moderne 3D-Technik macht es möglich, dass der legendäre Berg im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten zu sehen ist. Die monumentale Skulptur scheint seitenverkehrt im Gasometer zu schweben und spiegelt sich im Fußboden der obersten Plattform des Gasometers. Der Betrachter sieht den Berg vom Gipfel her.

Das DLR-Team rund um Nils Sparwasser hat aus Satellitendaten und Flugzeugmessungen die Animation erstellt, die auf die Matterhorn-Skulptur projiziert wird. Sparwasser: „Die Besucher blicken im Gasometer Oberhausen auf wissenschaftliche Daten, die mit modernster Technik gewonnen und aufbereitet wurden. Was normalerweise dazu dient, Erkenntnisse über unsere Erde und ihre Veränderung zu gewinnen, lässt sich hier nutzen, um die machtvolle und wunderbare Gestalt unserer Natur erlebbar zu machen.“

Der Gasometer ist mit 117,5 Metern die höchste Ausstellungshalle Europas und ein spektakulärer Veranstaltungsort. 

www.gasometer.de

 

Fotos: mammuth/Getty Images, Deimage/Massimo Colombo, Gasometer Oberhausen (2)

    

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